Marc Faber und Max Otto sprechen Tacheles:
Mittwoch, 28. April 2010
Dienstag, 27. April 2010
Wie Spiegel-Online das Volk für dumm verkauft

Heute lese ich auf Spiegel-Online eine unverhohlene Propaganda für einen EU-Superstaat mit einer massiven Europaweiten Umverteilung. Das ist natürlich schierer Wahnsinn. Die wohlhabenden Regionen Europas werden noch mehr geschröpft, um die schwachen Regionen zu alimentieren. Der Punkt ist, dass eine solche Umverteilung auch den schwachen Regionen nicht wirklich nutzt. Das sieht man am Beispiel Italiens. Obwohl seit Jahrzehnten Süditalien am Tropf Norditaliens hängt, schaffen sie es nicht, die ökonomische Kluft aufzuholen - im Gegenteil. Durch einen Europaweiten Umverteilungsmechanismus würden am Schluss alle verlieren, außer vielleicht die Banken, die sich weiterhin an hochverzinslichen Staatsanleihen aus quasi bankrotten Staaten des Mittelmeerraums eine goldene Nase verdienen können.
Spiegel-Online erweist sich einmal mehr als unseriöses Propaganda-Blatt. Zitat:
Seit Jahren haben einige Länder massive Leistungsbilanzdefizite, insbesondere die jetzigen Problemstaaten Griechenland, Spanien und Portugal. Andere Mitgliedstaaten hingegen haben sehr hohe Leistungsbilanzüberschüsse, insbesondere Deutschland und die Niederlande. Niemand hat Anfang der neunziger Jahre vorhergesehen, dass die Währungsunion bei liberalisierten und geöffneten Kapitalmärkten so große, dauerhafte Ungleichgewichte hervorbringen würde. Und doch: Sie sind da. Leugnen ist zwecklos.
Das ist Schwachsinn! Die Kritiker des Euros (wie etwa Günther Hannich) haben genau das voraus gesagt! Der Mechnanismus dahinter ist folgender: Die Entwicklung der Lohnstückkosten ist in schwächern Ländern (wie Griechenland) ungünstiger als in stärkeren Ländern (wie den Niederlanden). Was zum Zeitpunkt des Währungszusammenschlusses sich noch nicht bemerkbar macht, führt im Laufe der Zeit dazu, dass die schwächeren Länder immer konkurrenzunfähiger werden, da die Lohnstückkosten in ihren Ländern überproportional ansteigen. Da diese Länder keine eigene Währung haben, können sie diese Entwicklung nicht durch Abwertung der nationalen Währung ausgleichen. Die Folge: Abwanderung der Produktion und steigende Handelsbilanzdefizite. Die weitere Folge ist, dass die Staaten vor der Wahl stehen, entweder den Lebensstandard zu senken, oder auf Pump das Niveau zu halten. Wahlkampftaktik legt letztere Strategie nahe. Es kommt zu Überschuldung, wie im Falle Griechenlands.
Es ist einfach unwahr, dass niemand die ökonomische Divergenz des Euro-Landes voraussagen konnte. Die Kritiker des Euros haben genau dies getan. Und der Punkt ist: Die Ursache dieser Entwicklung ist gerade der Euro!
Es ist an der Zeit, den Euro zu Grabe zu tragen. Je früher, desto besser, denn sterben wird er sowieso...
Hier der Link zum Spiegel-Artikel.
PS: Die Graphik darf frei weiter verbreitet werden!
Montag, 26. April 2010
Spekulationsblasen - Zukunft u. Vergangenheit
Gute Kommentatoren zur Finanzkrise sind rar. Prof. Hankel ist einer dieser Kommentatoren. Hier nun ein wirklich guter Vortrag zur Finanzkrise:
Freitag, 23. April 2010
Jetzt geht es los!

Jetzt ist es also so weit. Griechenland ist bankrott und kann nur noch durch EU und IWF-Hilfe weiter am Leben gehalten werden. Anstatt Griechenland aus dem Euro auszuschließen, was die einzig vernünftige Maßnahme wäre, wird nun alles auf die lange Bank geschoben. Leute, da braut sich ein riesen Krach zusammen, gegen den die Lehmans-Pleite ein Kindergeburtstag war.
Den Euro wird es in der heutigen Form bald schon nicht mehr geben. Ich bin auf die nächsten Monate gespannt, denn bald werden auch andere "Club Med"-Staaten finanziell zusammenbrechen. Die Zahl der Staaten, welche den Bailout durchführen können, wird mit jeder Rettungsaktion kleiner. Am Schluss bleiben noch Deutschland, Luxemburg und die Niederlande. Das geht natürlich nur bis zu einem bestimmten Punkt gut.
Leute wacht auf: Die politische Ordnung der Nachkriegszeit zerbricht! Das Tempo dieses Verfalls ist rasant und wir sollten uns auf revolutionäre Umbrüche gefasst machen! Die Wiedereinführung der DM ("DM 2") wird da noch eine der kleineren Sensationen sein!
PS.: Die Graphik darf frei weiter verbreitet werden und ist aktueller den je!
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Euro Griechenland Pleite
Mittwoch, 24. März 2010
Interessantes Video

Hier nur ein interessanter Link. Dr. Berninger veröffentlicht regelmäßig Videos zum Thema Euro und Wirtschaftskrise. Auf jeden Fall empfehlenswert!
Video
P.S.: Die Graphik darf frei weiter verbreitet werden
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Sonntag, 14. März 2010
Spiegel-Online: EU-Hilfspaket für Griechenland ist fast fertig
Jetzt also doch. Wie Spiegel-Online berichtete, ist das Bailout-Paket für Griechenland fast fertig. Damit beweisen die Europäer vor allem eines: fehlenden Mut. Anstatt Griechenland bankrott gehen zu lassen und aus dem Euro auszuschließen, wird nun munter weiterauf die lange BankMan wirft den Griechen Verschwendung vor, und auf dem Papier stimmt das zunächst mal. Auf Pump haben die Griechen die Renten erhöht und die Gehälter im öffentlichen Dienst. Das sieht zunächst wie üble Selbstbedienung aus. Sie mussten das jedoch tun, um den durchschnittlichen Lebensstandard zu halten. Das produzierende Gewerbe in Griechenland hat nämlich durch den für griechische Verhältnisse zu harten Euro stark gelitten.
Jetzt bleiben sie an den Euro gekettet. Sie haben nun die Wahl, entweder den Lebensstandard vor allem durch Lohnkürzungen massiv zu senken oder aber weiter auf Pump zu leben und den reicheren EU-Ländern durch andauernde Transferleistungen auf der Tasche zu liegen.
Das fatale an der Entwicklung ist, dass die anderen schwächeren Länder der EU bald in ähnliche Schieflage geraten werden. Dann müssen auch Hilfspakete geschnürt werden. Was also durch den Ausschluss Griechelands ein Beben mittlerer Stärke auf den Finanzmärkten ausgelöst hätte, wird nun auf die Zukunft verschoben und gleichzeitig in seiner Größenordnungen potenziert. Irgendwann kommt dann der große Krach im Euro-Raum. Den wird die EZB vermutlich mit einer massiven Inflation zu begegnen zu versuchen. Aber auch das kann zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führen, nämlich dann, wenn die Preise schneller steigen als die Löhne. Es wird also spannend.
Hier der Link zu Spiegel-Online
P.S.: Die Graphik darf frei weiter verbreitet werden
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Griechenland
Freitag, 12. März 2010
Thema Nullwachstum: Focus - Die Welt nach der Krise
Am 1. März titelte der Focus: Die Welt nach der Krise - Ist der Abschied vom Wirtschaftswachstum die Lösung? Das ist schon eine bemerkenswerte Logik. Die Krise wird zunächst mal für beendet erklärt, und als "Lösung" dann etwas angeboten (Nullwachstum), was vor der Krise als Krise gedeutet worden wäre. Mit anderen Worten: Nach den Begriffen von vor der Krise sind wir immer noch in der Krise. Es ist wie in Orwells 1984, wo ständig die Sprache an die politischen Verhältnisse angepasst werden muss.
Zum Thema Nullwachstum: Es stimmt, dass die Wirtschaft nicht beliebig wachsten kann. Das zeigen auch die sinkenden Wachstumsraten der letzten Jahrzehnte. Dennoch jetzt die Parole des Nullwachstums auszugeben ist sicherlich keine Lösung. Wirtschaftswachstum ist auch immer ein Ausdruck von technischem Fortschritt. Und der sollte bitteschön nicht eingefroren werden.
Was allerdings stimmt ist, dass wir eine Gesellschaft mit zu hohem Resourcenverbrauch sind. Die Antwort lautet aber meiner Meinung nach nicht weniger Wohlstand, sondern im Gegenteil mehr Wohlstand. Der Resourcenverbrauch ist nämlich deswegen so hoch, weil wir eine Wegwerf-Gesellschaft sind. Mehr Wohlstand sollte aber nachhalitig verstanden heißen: Mehr Produktqualität. Wenn alle Waschmaschinen in Miele-Qualität und Kochbesteck in WMF-Qualität haben, dann muss natürlich weniger weggeschmissen werden, als wenn alle Billigprodukte verwenden.
Hier noch ein Link zum Thema
Zum Thema Nullwachstum: Es stimmt, dass die Wirtschaft nicht beliebig wachsten kann. Das zeigen auch die sinkenden Wachstumsraten der letzten Jahrzehnte. Dennoch jetzt die Parole des Nullwachstums auszugeben ist sicherlich keine Lösung. Wirtschaftswachstum ist auch immer ein Ausdruck von technischem Fortschritt. Und der sollte bitteschön nicht eingefroren werden.
Was allerdings stimmt ist, dass wir eine Gesellschaft mit zu hohem Resourcenverbrauch sind. Die Antwort lautet aber meiner Meinung nach nicht weniger Wohlstand, sondern im Gegenteil mehr Wohlstand. Der Resourcenverbrauch ist nämlich deswegen so hoch, weil wir eine Wegwerf-Gesellschaft sind. Mehr Wohlstand sollte aber nachhalitig verstanden heißen: Mehr Produktqualität. Wenn alle Waschmaschinen in Miele-Qualität und Kochbesteck in WMF-Qualität haben, dann muss natürlich weniger weggeschmissen werden, als wenn alle Billigprodukte verwenden.
Hier noch ein Link zum Thema
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